Schröpfen
Schröpfen ist, ähnlich wie die Blutegeltherapie und der Aderlass, ein bewährtes Ausleitungsverfahren, das bereits seit der Antike Anwendung findet. Es wird eingesetzt, um den Körper bei der Selbstheilung zu unterstützen und gestörte Energieflüsse wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Bei der Schröpftherapie werden spezielle Schröpfgläser (Schröpfköpfe) auf die Haut aufgesetzt, in denen ein Unterdruck erzeugt wird. Dieser Unterdruck hebt die Oberhaut leicht von den tiefer liegenden Hautschichten ab, wodurch die Durchblutung im behandelten Bereich gefördert wird. Gleichzeitig wird der Fluss des Lymphsystems angeregt, was zu einer verbesserten Entgiftung und Regeneration des Gewebes führt.
Besonders effektiv ist das Schröpfen, wenn bestimmte Reflexzonen behandelt werden. Diese Schröpfzonen stehen in direkter Verbindung zu inneren Organen und Systemen des Körpers. Durch das gezielte Schröpfen dieser Zonen können Schmerzen gelindert, Verspannungen gelöst und die Funktion der zugeordneten Organe positiv beeinflusst werden.
In unserer Praxis setzen wir das unblutige Schröpfen ein, eine sanfte und weitgehend schmerzfreie Methode, die gut verträglich ist und sich ideal zur Entspannung und Verbesserung der Durchblutung eignet.
Wissenschaftliche Studien zum Schröpfen
Schmerztherapie: in einer Meta-Analyse von Cao et al. (2015) wurde die Wirksamkeit von Schröpfen bei der Behandlung von chronischen Schmerzen untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Reduktion von Schmerzen, insbesondere bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Nackenschmerzen (Cao H et al. Cupping therapy for acute and chronic pain management: A systematic review of randomized clinical trials. Journal of Traditional and Complementary Medicine. 2015; 5(3): 132-141).


