Schwermetalle – Ursache chronischer Erkrankungen
Tagtäglich nehmen wir Metalle über die Umwelt und unsere Nahrung auf. Während einige Metalle wie Calcium, Magnesium und Kalium lebenswichtig für unseren Körper sind, gibt es auch schädliche Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen, die bereits in kleinsten Mengen toxisch wirken können.
Normalerweise kann unser Körper diese schädlichen Metalle über den Stoffwechsel ausscheiden. Wenn jedoch ein Ungleichgewicht zwischen der Aufnahme und Ausscheidung entsteht, kann dies zu einer Ansammlung von Schwermetallen im Körper führen. Dies kann schwerwiegende Auswirkungen auf das Immunsystem, das Nervensystem und die Hormonregulation haben.
Mögliche Folgen einer Schwermetallbelastung
Eine chronische Schwermetallbelastung wird mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter:
- Allergien und Autoimmunerkrankungen
- Neurodegenerative Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Alzheimer
- Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- Bösartige Tumorerkrankungen
Typische Symptome, die auf eine Schwermetallbelastung hindeuten können, sind unter anderem:
- Chronische Müdigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Nervosität und depressive Verstimmungen
- Arteriosklerose (Gefäßverengung)
Diagnose und Therapie der Schwermetallbelastung
Der Nachweis einer Schwermetallbelastung erfolgt durch eine Blut- oder Urinuntersuchung. Zeigt sich dabei eine erhöhte Konzentration von Schwermetallen, kann eine gezielte Schwermetallausleitung über eine sogenannte Chelat-Therapie durchgeführt werden.
Wie funktioniert die Chelat-Therapie?
Das Wort „Chelat“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Krebsschere“. Chelatoren sind künstliche Moleküle, die Schwermetalle im Körper binden und dabei wie eine Zange wirken. Diese Metalle werden dann über das Blut in die Nieren transportiert und schließlich über den Urin ausgeschieden. Es gibt verschiedene Chelatoren, die je nach Art und Ausmaß der Schwermetallbelastung eingesetzt werden.
In unserer Praxis wird die Chelat-Therapie als intravenöse Infusion verabreicht, die in der Regel etwa 3 Stunden dauert. Die Infusion enthält neben dem Chelator auch wichtige Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die den Körper während des Entgiftungsprozesses unterstützen.
In einem persönlichen Gespräch entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuell auf Sie abgestimmtes Therapiekonzept. Die Behandlung wird genau auf Ihre gesundheitlichen Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten, sodass Sie optimal betreut werden.
Wissenschaftliche Studien zur Schwermetallausleitung
Für interessierte Patienten, die tiefer in die wissenschaftlichen Grundlagen der Schwermetallausleitung eintauchen möchten, gibt es einige aussagekräftige Studien, die die Wirksamkeit der Chelat-Therapie belegen:
1. Chelation Therapy in Cardiovascular Disease
Eine große Studie, die die Wirksamkeit der Chelat-Therapie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Sie zeigt positive Effekte bei der Ausleitung von Schwermetallen und der Reduktion von Gefäßverengungen. Quelle: Lamas GA et al. (2013). „Effect of Disodium EDTA Chelation Regimen on Cardiovascular Events in Patients With Previous Myocardial Infarction“. JAMA.
2. Quecksilberbelastung und Neurodegeneration
Diese Studie belegt den Zusammenhang zwischen Quecksilberbelastung und dem Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer. Quelle: Mutter J et al. (2007). „Mercury and Alzheimer’s disease“. Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie.
3. Cadmium Exposure and its Effects on Human Health
Diese Studie beleuchtet die schädlichen Auswirkungen von Cadmium auf den menschlichen Körper und den Nutzen der Schwermetallausleitung bei Cadmiumbelastung. Quelle: Satarug S et al. (2009). „Cadmium exposure, Environmental exposure and Health outcomes“. Environmental Health Perspectives.


